{"id":392,"date":"2019-06-05T13:36:24","date_gmt":"2019-06-05T11:36:24","guid":{"rendered":"https:\/\/roland-werk.de\/blog\/?p=392"},"modified":"2019-10-25T09:43:10","modified_gmt":"2019-10-25T07:43:10","slug":"von-cloppenburg-aus-auf-den-strassen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/roland-werk.de\/blog\/von-cloppenburg-aus-auf-den-strassen-der-welt\/","title":{"rendered":"Von Cloppenburg aus auf den Stra\u00dfen der Welt"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><div id=\"tdi_1\" class=\"tdc-row\"><div class=\"vc_row tdi_2  wpb_row td-pb-row\" >\n<style scoped>\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n.tdi_2,\r\n                .tdi_2 .tdc-columns{\r\n                    min-height: 0;\r\n                }.tdi_2,\r\n\t\t\t\t.tdi_2 .tdc-columns{\r\n\t\t\t\t    display: block;\r\n\t\t\t\t}.tdi_2 .tdc-columns{\r\n\t\t\t\t    width: 100%;\r\n\t\t\t\t}\n<\/style><div class=\"vc_column tdi_4  wpb_column vc_column_container tdc-column td-pb-span12\">\n<style scoped>\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n.tdi_4{\r\n                    vertical-align: baseline;\r\n                }.tdi_4 > .wpb_wrapper,\r\n\t\t\t\t.tdi_4 > .wpb_wrapper > .tdc-elements{\r\n\t\t\t\t    display: block;\r\n\t\t\t\t}.tdi_4 > .wpb_wrapper > .tdc-elements{\r\n\t\t\t\t    width: 100%;\r\n\t\t\t\t}.tdi_4 > .wpb_wrapper > .vc_row_inner{\r\n\t\t\t\t    width: auto;\r\n\t\t\t\t}.tdi_4 > .wpb_wrapper{\r\n\t\t\t\t    width: auto;\r\n\t\t\t\t    height: auto;\r\n\t\t\t\t}\n<\/style><div class=\"wpb_wrapper\" >[vc_column_text]<\/p>\n<h3><em>von Klaus Deux<\/em><\/h3>\n<figure id=\"attachment_407\" aria-describedby=\"caption-attachment-407\" style=\"width: 268px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-407 size-medium\" src=\"https:\/\/roland-werk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/image012-268x300.png\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/roland-werk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/image012-268x300.png 268w, https:\/\/roland-werk.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/image012.png 358w\" sizes=\"(max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-407\" class=\"wp-caption-text\">Heinrich-Kalkhoff<\/figcaption><\/figure>\n<p><span class=\"dropcap dropcap2\">D<\/span>ie Geschichte eines Unternehmens wird zwar zu- n\u00e4chst gepr\u00e4gt von der allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung, aber vor allem durch die unternehmerischen Entscheidungen. Wie das 1919 auch bei Heinrich Kalkhoff (*30.11.1903) der Fall war. Damals ahnte noch niemand, aber heute wissen wir, dass sich hier ein Mann ans Werk machte, der nach Arbeitsdrang und Umsicht zu Recht ein Pionier auf seinem Gebiet genannt wird.<\/p>\n<p>Nach einer wechselvollen Geschichte mit vielen Produkt-H\u00f6hepunkten und Exporten in ferne L\u00e4nder ist Kalkhoff heute unter den Fittichen der Cloppenburger Derby Cycle Werke und in der PON-Gruppe gut aufgehoben. Kalkhoff z\u00e4hlt heu- te zu den bekanntesten Fahrradmarken Europas. Derby ist der nach Umsatz gr\u00f6\u00dfte Fahrradproduzent in Deutschland. Mit seinen Marken Kalkhoff, Focus, Raleigh, Univega, Rixe und Cerv\u00e9lo verkauft Derby Cycle j\u00e4hrlich \u00fcber eine halbe Million Fahrr\u00e4der, darunter auch immer mehr E-Bikes und Pedelecs. Aber auch Wettkampf-Rennmaschinen, Mountainbikes, qualitativ hochwertige Trekking-, City-, Offroad- und Kinderr\u00e4der f\u00fcr Alltag und Reise umfasst das Sortiment von Derby Cycle.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379757-547f49f3-8a4d-9&#8243; include=&#8221;425,424&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"clear: both;\">Heinrich Kalkhoff ist als Landbrieftr\u00e4ger bei der Kaiserlichen Post in Cloppenburg besch\u00e4ftigt, als er die M\u00f6glichkeit zu einem Nebenerwerb entdeckte. Denn eines Tages fiel ihm auf der Postverteilungstour eine Postwurfsendung, sprich Werbung, des Gro\u00dfh\u00e4ndler Ratte aus dem Raum M\u00fcnster in die H\u00e4nde, die an alle Fahrradhandlungen gerichtet war. Hier wurden erstklassige Bereifungen, engl. Dunlop Pneumatic Ballonreifen aus Birmingham, zu g\u00fcnstigsten Preisen angeboten. Auf seinen Wegen im Oldenburger M\u00fcnsterland h\u00f6rte er oft Klagen \u00fcber Mangel an Fahrrad-Bereifungen. Also ent- schloss sich Heinrich Kalkhoff, auf seinen Touren auch Bereifungen und sp\u00e4ter andere Fahrradteile an seine Postkunden gegen Vorkasse zu verkaufen. Die Nachfrage war so gro\u00df, dass Kalkhoff fortan fast mehr Fahrradteile als Post auszutragen hatte. Das brachte ihm zwar nur einige Pfennige ein, aber daf\u00fcr gewann er die Idee, Abschied von der Post zu nehmen, denn beim ambulanten Verkauf sollte es nicht bleiben.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379758-593230f8-8046-2&#8243; include=&#8221;421,417&#8243;][vc_column_text]Im Juni 1919 begr\u00fcndete Heinrich Kalkhoff im elterlichen Haus am Kessener Weg in Cloppenburg seine unternehmerische Eigenst\u00e4ndigkeit. Zun\u00e4chst im Handel mit Bereifungen (schwere englische Wulstdecken und inl\u00e4ndische Armeedecken sowie erstklassige Continental Decken und Schl\u00e4uche). Jetzt kam auch noch der Handel mit gebrauchten \u201e\u2026aber tadellos erhaltenen\u2026! Herren- und Damenfahrr\u00e4der sowie Ersatzteile hinzu. Stets auf Vorkasse, um seine Eink\u00e4ufe zu finanzieren. Seine Kunden wollten jetzt nicht nur Fahrradteile, sondern auch Rahmen und komplette, neue und individuelle Fahrr\u00e4der bei ihm kaufen. Also kaufte er Fahrradrahmen von der Firma Rixe, Bielefeld und baute aus diesen im elterlichen Schuppen die ersten Fahrr\u00e4der. Die ganze Familie half mit. Produziert wurde im umgebauten Stall. Die Nachfrage war gro\u00df und kaum zu befriedigen, zumal die soeben \u00fcberstandene Inflation und der W\u00e4hrungsverfall alles enorm verbilligte. Nicht zuletzt durch die damals sehr offensive Werbung konnte Heinrich Kalkhoff seinen K\u00e4uferkreis rasch erweitern, wobei er auch Konflikte mit seinen Wettbewerbern nicht scheute.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8221;419&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; add_caption=&#8221;yes&#8221; alignment=&#8221;center&#8221;][vc_column_text]Dass es im Anbau ihres Hauses am Kessener Weg mal so brummen w\u00fcrden, h\u00e4tten die Eltern des jungen Heinrich wohl nicht gedacht. Schon acht Jahre nach dem Start des 16-J\u00e4hrigen hatte er das Nebenhaus so erweitert, dass hier nicht nur B\u00fcror\u00e4ume, Produktion, Lager und der Direktverkauf untergebracht werden konnten, sondern auch die Schlafr\u00e4ume f\u00fcr seine damals 15 Arbeiter. Die ersten Mitarbeiter wohnten alle mit im elterlichen Haus und wurden von Mutter Kalkhoff auch mit verpflegt. Jeden Morgen wurden zum Fr\u00fchst\u00fcck etliche Buchweizen-Pfannkuchen mit den vier Speckaugen gebacken.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379759-175d3ba4-34cb-10&#8243; include=&#8221;408,416&#8243;][vc_column_text]Im Jahre 1927 heiratete Heinrich Kalkhoff seine Frau Elisabeth, mit der er insgesamt 10 Kinder hatte. Der Standort am Kessener Weg ver\u00e4nderte sich \u00fcber die Jahrzehnte st\u00e4ndig. Die Belegschaft und die Produktion wurde immer wieder erweitert: Bis Kriegsbeginn wurden bereits 700.000 Fahrradrahmen hergestellt. Mit damals 70 Mitarbeiter in Lohn und Arbeit stellten die Kalkhoff-Werke in der damals struktur- schwachen Region einen der wichtigsten Arbeitgeber dar. W\u00e4hrend der Wintermonate wurde gar ein Gro\u00dfteil der b\u00e4uerlichen Bev\u00f6lkerung mit dem Einspeichen von Laufr\u00e4dern besch\u00e4ftigt \u2013 f\u00fcr viele ein notwendiges Zubrot.[\/vc_column_text][vc_column_text]Mit dem Ausbruch des II. Weltkrieges (1939-45) musste Heinrich Kalkhoff die Fertigung von Rahmen und Fahrr\u00e4der gezwungenerma\u00dfen einstellen, weil die Produktion \u201enicht kriegsnotwendig\u201c war. Ab sofort hatte sich auch Kalkhoff in den gro\u00dfen Kreis der R\u00fcstungsfirmen einzureihen und musste auf Kriegsproduktion umstellen. F\u00fcr Panzerketten wurden nun Bolzen hergestellt. Daf\u00fcr wurde das Werk auch erheblich erweitert.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379759-ebd99fec-88ac-0&#8243; include=&#8221;415,405&#8243;][vc_column_text]1945: Auf Anordnung der Besatzungsmacht mussten nun ab sofort vorrangig f\u00fcr die landwirtschaftlichen Betriebe unter anderem K\u00fcchenherde, Honigschleuder und Futterd\u00e4mpfer gefertigt werden. Die Futterd\u00e4mpfer waren eigentlich f\u00fcr die Schweinemast vorgesehen, aber von den Landwirten schnell zum Schnapsbrennen (u.a. R\u00fcbenschnaps) umfunktioniert. Au\u00dferdem wurden auch Landwirtschaftliche Anh\u00e4nger gebaut sowie Gewindebolzen f\u00fcr die Eisenbahn gefertigt. In dieser Zeit war die Beschaffung der Rohmaterialien sehr schwierig. Also fuhr Heinrich Kalkhoff mit Naturalien vor der W\u00e4hrungsreform mit dem LKW nach Hohenlimburg um Rohre und Bandeisen im Tausch zu bekommen.[\/vc_column_text][vc_column_text]Ab 1953 standen dann wieder Fahrr\u00e4der und auch neuerdings Mofas und Mopeds (mit 50 Kubik Sachs- und ILO- Motoren) im Mittelpunkt der Fertigung, denn Autos waren knapp und teuer. In dieser Zeit erlebte die Zweiradbranche einen enormen Nachfrageboom. Mit speziellen Messe-Verkaufswagen fuhren die Kalkhoff`s ab 1950 zu den H\u00e4ndlern und Gro\u00dfveranstaltungen. 1955 entstand ein Zweigwerk in Volkmarsen, wo man ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Export nach S\u00fcdafrika und \u00dcbersee produzierte. Rund 30 Prozent der Produktion ging in den Export. Vor allem nach Skandinavien und \u00d6sterreich. Sogar in Ostasien ist Kalk- hoff mit Handarbeit \u201eMade in Germany\u201c konkurrenzf\u00e4hig.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379760-f7345773-607e-9&#8243; include=&#8221;412,413&#8243;][vc_column_text]Die Verkaufserfolge resultierten aus einem relativ niedrigen Verkaufspreis und zudem aus der F\u00e4higkeit des Unternehmens, sich an die Design-Erwartungen der Exportl\u00e4nder anzupassen: So war f\u00fcr Indonesien eine farben- frohe Optik wichtig. F\u00fcr den US-Markt durfte an keinem Fahrrad eine Benzintank-Attrappe fehlen. In Deutschland hie\u00df die Antwort auf Kettlers \u201eKett-Car\u201c neuerdings \u201eKa- Car\u201c von Kalkhoff. Ansonsten bestimmte der Zeitgeist das Modellprogramm: W\u00e4hrend in den 60ern das hohe An- sehen des Profiradsports den Verkauf von Rennr\u00e4dern f\u00f6rderte, f\u00fchrte nach 1968 die st\u00e4rkere Betonung des Breitensports \u2013 die popul\u00e4re \u201eTrimm\u00a0 Dich\u201c-Bewegung\u00a0zur Entwicklung neuer Produktlinien: Heimtrainer und Fitness-Sportger\u00e4te. Au\u00dferdem war das Klapprad in Mode gekommen und bescherte dem Unternehmen deutliche Produktionszuw\u00e4chse.[\/vc_column_text][vc_column_text]Um mit dem steigenden Produktumfang Schritt zu halten, erwarb Heinrich Kalkhoff immer mehr Grund rund um seine Fabrik. Da 1969 das Carr\u00e9 um den Kessener Weg vollkommen zugebaut und die Nachfrage aber nach wie vor riesig war, machte dies die Errichtung eines weiteren Werkes n\u00f6tig und m\u00f6glich, dass man 1970 im Industriegebiet Emstekerfeld aus dem Boden stampfte. Entscheidend f\u00fcr die Wahl dieses Standorts war die g\u00fcnstige Verkehrsanbindung \u2013 man ver- f\u00fcgte hier \u00fcber einen werkseigenen Gleisanschluss. Am neu- en Standort entstand zun\u00e4chst ein zentrales Versandlager, 1972 folgte eine Lackier- und Montagehalle. Neben der Pro- duktionshalle an der Cloppenburger Industriestra\u00dfe, von wo aus heute die Kalkhoff-R\u00e4der in alle Welt gehen, unterhielt die Firma diverse ausw\u00e4rtige Produktionsst\u00e4tten: f\u00fcr seine Teilemarke\u201eCito\u201c, seine Laufradproduktion bei\u201eRoland\u201c oder das\u201eNico Presswerk\u201c. Sowie f\u00fcnf gro\u00dfe Auslieferungslager in verschiedenen Orten der Bundesrepublik.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379761-136950af-8b26-4&#8243; include=&#8221;409,410&#8243;][vc_column_text]Nachdem Heinrich Kalkhoff fast ein halbes Jahrhundert die Leitung des Unternehmens innehatte, \u00fcbergab der Firmengr\u00fcnder 1968 die Gesch\u00e4ftsleitung an seine drei S\u00f6hne. Die Kalkhoff-Werke besch\u00e4ftigten damals 420 Mitarbeiter und konnten 1969 bei einem rauschenden Fest die Herstellung des 4.000.000 Fahrrades feiern. Unglaublich: Ohne jede kaufm\u00e4nnische oder handwerkliche Ausbildung hat es Heinrich Kalkhoff verstanden, in 50 Jahren aus einem Ein-Mann-Unternehmen eines der gr\u00f6\u00dften Unternehmen der Radbranche zu schaffen. Wichtigster Grund f\u00fcr den Erfolg war wohl eiserne Disziplin \u2013 f\u00fcr ihn und alle Mitarbeiter. Der Chef war in seinem Unternehmen allgegenw\u00e4rtig. Nicht nur, um seine Arbeiterschaft zu kontrollieren, sondern vielmehr, um technische und ergonomische Abl\u00e4ufe zu beeinflussen. Seine Maxime: Einfachheit der Abl\u00e4ufe und Solidit\u00e4t. Immer wieder traf man ihn an einer Werkbank, wo er sich als \u201eT\u00fcftler\u201c mit technischen L\u00f6sungen besch\u00e4ftigte.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379761-472ba0e9-60dd-2&#8243; include=&#8221;404,414&#8243;][vc_column_text]Als Heinrich Kalkhoff 1972 starb, hinterlie\u00df er seinen Kindern ein wirtschaftlich gesundes, expandierendes Unternehmen, das in den Folgejahren noch kr\u00e4ftig wachsen sollte. Umso schmerzlicher war 1986 f\u00fcr viele Mitarbeiter und f\u00fcr die Region die Insolvenz des Unternehmens, das nicht mehr mit dem schnelllebigen Zeitgeist mithalten konnte.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8221;399&#8243; img_size=&#8221;large&#8221; add_caption=&#8221;yes&#8221; alignment=&#8221;center&#8221;][vc_column_text]Dass Kalkhoff heute zu den bekanntesten Marken Euro- pas z\u00e4hlt, liegt auch an den ungew\u00f6hnlichen Werbe- und Vermarktungsstrategien des Heinrich Kalkhoff. Mit speziellen Messe-Verkaufswagen fuhr das Unternehmen Kalkhoff ab 1950 die H\u00e4ndler an. 1965 wurde zeitgem\u00e4\u00df der erste Warenprospekt f\u00fcr das breite Publikum vorgestellt. Schlagzeilen tr\u00e4chtige PR-Arbeit geh\u00f6rte stets dazu: Vom Bundeswirtschaftsminister bis zum Bischof auf dem \u201eHeimtrainer\u201c gewann er auch Prominente f\u00fcr werbliche Zwecke. Auch die seinerzeit sehr popul\u00e4re Ikone der 68er-Bewegung und Model, Uschi Obermaier, war lange das Kennzeichen auf den verschiedensten Kalkhoff-Werbeplakaten, auf denen sie ungewohnt freim\u00fctig f\u00fcr Kalkhoff-R\u00e4der posierte.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379762-dbd38b45-dd02-9&#8243; include=&#8221;406,403&#8243;][vc_column_text]In Herbst 1985 wollte die Familie ihre Gesch\u00e4ftsanteile verkaufen. Hierzu kam es jedoch nicht mehr, denn am 15. November 1985 erfolgte der Konkurs der Kalkhoff-Gruppe. Grund: Die Geschwister Kalkhoff zogen schon seit l\u00e4ngerer Zeit nicht mehr an einem Strang und hatten unterschiedliche Auffassungen in der Ausrichtung des Unternehmens. Man war den Gro\u00dfabnehmern total ausgeliefert.[\/vc_column_text][vc_column_text]F\u00fcr die vielen Mitarbeiter und das gesamte Umfeld eine schmerzliche Katastrophe. Die Familie Kalkhoff in der II. Generation musste die Verantwortung f\u00fcr das Unternehmen abgeben. Von da an war das Unternehmen Eigentum von privaten Investoren. Die Geb\u00e4ude am Kessener Weg wurden 1986 abgerissen um sp\u00e4ter das danach brachliegende, konterminierte Firmengel\u00e4nde nach aufwendiger Sanierungsma\u00dfnahme f\u00fcr eine Wohnbebauung freizugeben.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379762-c8ead51a-fd39-6&#8243; include=&#8221;420,401&#8243;][vc_column_text]Die Rettung zog sich. Der Zuschlag ging an eine regionale Investorengruppe. Sie nannten sich \u201eNeue Kalkhoff-Werke\u201c. Diese Firma konnte sich aber nur bis Mitte 1988 halten, obwohl die Mitarbeiter durch erhebliche Lohnzugest\u00e4ndnisse und mit dem mager ausgestatteten Sozialplan versuchten das Unternehmen zu retten.[\/vc_column_text][vc_column_text]Eine Wende und nachhaltige Rettung brachte erst die Gr\u00fcndung der neuen Gesellschaft \u201eDerby Cycle GmbH\u201c am 27.09.1988 mit der neuen Strategie: konsequente Markenpolitik und Konzentration mit allen Marken auf den Fahr- rad-Fachhandel. Aufgrund vieler f\u00e4higer Mitarbeiter, der gewieften und weitsichtigen Firmenpolitik sowie einer fr\u00fchzeitigen Fokussierung auf Kalkhoff, schaffte es die Marke wieder an die Spitze \u2013 mit einem klaren Bekenntnis zum Standort Deutschland, zu traditionellen Werten und h\u00f6chstem<br \/>\nQualit\u00e4tsanspruch. Man sieht sich heute als \u201eMarke fu\u0308r die ganze Familie. Und beweist Gespu\u0308r fu\u0308r die Bedu\u0308rfnisse der Endverbraucher und neue Trends: Wie die Musterwagen des Heinrich Kalkhoff, reisen heute hochmoderne Kalkhoff Pr\u00e4sentations-Mobile durch ganz Europa, um Verbraucher die ganze Bandbreite des Elektrorad-Programms testen zu lassen.[\/vc_column_text][vc_media_grid element_width=&#8221;6&#8243; item=&#8221;452&#8243; grid_id=&#8221;vc_gid:1571989379763-907d501f-330e-0&#8243; include=&#8221;400,402&#8243;][vc_column_text]Die Erfolgsgeschichte der heutigen Firma DERBY CYCLE, ist ohne das Lebenswerk von Heinrich Kalkhoff nicht denkbar. Als vision\u00e4re Unternehmerpers\u00f6nlichkeit pr\u00e4gte er u\u0308ber viele Jahrzehnte hinweg die Kalkhoff Werke und entwickelte diese zu einem weltweit namhaften Fahrradhersteller.[\/vc_column_text]<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"tdi_5\" class=\"tdc-row\"><div class=\"vc_row tdi_6  wpb_row td-pb-row\" >\n<style scoped>\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n.tdi_6,\r\n                .tdi_6 .tdc-columns{\r\n                    min-height: 0;\r\n                }.tdi_6,\r\n\t\t\t\t.tdi_6 .tdc-columns{\r\n\t\t\t\t    display: block;\r\n\t\t\t\t}.tdi_6 .tdc-columns{\r\n\t\t\t\t    width: 100%;\r\n\t\t\t\t}\n<\/style><div class=\"vc_column tdi_8  wpb_column vc_column_container tdc-column td-pb-span12\">\n<style scoped>\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n\/* custom css - generated by TagDiv Composer *\/\n.tdi_8{\r\n                    vertical-align: baseline;\r\n                }.tdi_8 > .wpb_wrapper,\r\n\t\t\t\t.tdi_8 > .wpb_wrapper > .tdc-elements{\r\n\t\t\t\t    display: block;\r\n\t\t\t\t}.tdi_8 > .wpb_wrapper > .tdc-elements{\r\n\t\t\t\t    width: 100%;\r\n\t\t\t\t}.tdi_8 > .wpb_wrapper > .vc_row_inner{\r\n\t\t\t\t    width: auto;\r\n\t\t\t\t}.tdi_8 > .wpb_wrapper{\r\n\t\t\t\t    width: auto;\r\n\t\t\t\t    height: auto;\r\n\t\t\t\t}\n<\/style><div class=\"wpb_wrapper\" ><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"[vc_column_text] von Klaus Deux Heinrich-Kalkhoff Die Geschichte eines Unternehmens wird zwar zu- n\u00e4chst gepr\u00e4gt von der allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung, aber vor allem durch die unternehmerischen Entscheidungen. 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